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InRento

C · 6,2
Am besten fürMieteinnahmen
ECSP-lizenziertMonatliche MieterträgeKurze Historie
Zur Plattform
11,7 %
Ø Nettorendite p. a.
500 €
Mindestanlage
2020
Gegründet
mittel-hoch
Risikoprofil

Bewertung im Detail

Datenlage: mittel · Stand 14.06.2026
Sicherheit & Regulierung30 %
7,0
Transparenz25 %
5,5
Track Record & Stabilität20 %
5,5
Rendite & Konditionen15 %
7,0
Anlegerfreundlichkeit & Liquidität10 %
5,5

Wie wir bewerten

Unsere Einschätzung

InRento ist die erste lizenzierte Buy-to-Let-Plattform Europas: Anleger finanzieren gemeinsam vermietete Immobilien und erhalten laufende Mieterträge plus einen Anteil an der Wertsteigerung. p2p-investments.de bewertet InRento mit C (6,2/10) bei mittlerer Datenlage. Das Modell ist klug konstruiert — echte Sachwert-Besicherung, monatliche Auszahlungen und eine bislang makellose Ausfallbilanz. Begrenzend ist die kurze Historie: Die Plattform hat noch keinen echten Abschwung durchlaufen. Wie wir zu dieser Note kommen, erklärt unsere Bewertungsmethodik.

Was bietet InRento Anlegern?

Statt unbesicherter Konsumkredite finanziert man bei InRento den Kauf vermieteter Immobilien — überwiegend Wohnobjekte, dazu Hotels und Gewerbeflächen in sechs EU-Märkten. Jedes Investment ist ein durch eine erstrangige Hypothek besichertes Darlehen an den Immobilienbetreiber. Die Beleihungsausläufe sind konservativ; statt spekulativer Entwicklungsprojekte stehen Objekte mit laufendem Mietertrag im Mittelpunkt.

Ausgeschüttet werden monatliche Mieterträge, ergänzt um einen Anteil an der Wertsteigerung, wenn die Immobilie verkauft wird. Die Mindestanlage liegt bei 500 €, ein Zweitmarkt für den vorzeitigen Ausstieg ist vorhanden — ein Auto-Invest dagegen nicht, jede Anlage erfolgt manuell je Projekt.

Wie wir InRento bewerten

Wir bewerten fünf Kriterien mit festen Gewichten. Die sichtbare Aufschlüsselung oben fasst die Punkte zusammen; hier die Begründung mit Belegen (Stand Juni 2026).

Sicherheit & Regulierung (7,0/10). Die UAB Inrento hält eine im Register der Bank von Litauen verifizierbare ECSP-Lizenz (Unternehmenscode 305519977, gültig seit November 2023). Strukturell ist das Sicherungsmodell überdurchschnittlich: erstrangige Grundpfandrechte mit konservativem Beleihungsauslauf auf cashflowstarke Mietobjekte. Anlegergelder werden bis zur Eintragung der Hypothek treuhänderisch gehalten. Einen Buyback gibt es nicht — der Schutz beruht allein auf der Immobilie, und seine Werthaltigkeit ist in einem echten Abschwung noch nicht getestet.

Transparenz (5,5/10). Gebührenmodell, Anlagestruktur und eine öffentliche Statistikseite sind vorhanden, Gründer (Gustas Germanavičius) und Aufsicht sind bekannt. Der entscheidende Schwachpunkt: Ein unabhängig prüfbarer, testierter Jahresabschluss der Betreibergesellschaft ließ sich nicht finden, und die veröffentlichte Statistik ist plattformeigen, nicht extern verifiziert. Was wir nicht prüfen können, bewerten wir konservativ.

Track Record & Stabilität (5,5/10). Der Verlauf seit Ende 2020 ist sauber: null gemeldete Ausfälle über 185 Projekte, 99 % vorzeitig zurückgezahlt, stark wachsendes Volumen (über 104 Mio. € finanziert). Das ist beachtlich — aber jung. InRento hat noch keinen vollständigen Immobilien- oder Zinszyklus durchlebt, und das Modell erlaubt, die Laufzeit eines Projekts zu verlängern, sodass Verzögerungen nicht als Ausfall erscheinen. Dazu kommt eine Konzentration auf Litauen (~54 %) und Hotelprojekte (~28 %), die anfälliger sind als Wohnimmobilien.

Rendite & Konditionen (7,0/10). Die ausgewiesene tatsächliche Rendite von 11,73 % liegt über den erwarteten 9,34 % — eine seltene Übereinstimmung von beworbenem und realisiertem Wert, wenn auch über einen kurzen, günstigen Zeitraum. Der Primärmarkt ist gebührenfrei, nur der Zweitmarkt kostet 2 %. Spürbar ist allein die litauische Quellensteuer von 15 %, die in Deutschland grundsätzlich anrechenbar ist. Mehr zur Einordnung im Wissensartikel Rendite und Risiken von P2P-Krediten.

Anlegerfreundlichkeit & Liquidität (5,5/10). Die monatlichen Mieterträge und ein vorhandener Zweitmarkt sind echte Pluspunkte. Gegenläufig wirken die für P2P hohe Mindestanlage (500 €), das fehlende Auto-Invest und die Quellensteuer — alles Faktoren, die breite Streuung und Automatisierung erschweren.

Datenlage und offene Punkte

Unsere Note beruht auf 16 von 25 Prüffragen, die sich aus belastbaren Quellen beantworten ließen — Datenlage: mittel. Lizenz und Modell sind belegbar, die Leistungszahlen aber überwiegend plattformeigen und nicht testiert. Offen bleiben vor allem zwei Punkte: ein geprüfter Abschluss der Betreibergesellschaft und der Praxistest des Sicherungsmodells in einem echten Abschwung. Beide werden wir bei der nächsten Aktualisierung erneut prüfen.

Für wen sich InRento eignet

InRento ist etwas für Anleger, die gezielt Mietimmobilien-Erträge beimischen wollen und die etwas höhere Mindestanlage sowie längere Laufzeiten akzeptieren. Wer monatliche Auszahlungen und eine reale Sachwert-Besicherung schätzt, findet hier ein durchdachtes Angebot. Wer hier investiert, sollte die kurze Historie einkalkulieren, den Betrag klein halten und nicht allein auf die makellose Vergangenheitsbilanz vertrauen. Wie bei jeder P2P-Anlage gilt: nur Geld investieren, dessen zeitweisen oder dauerhaften Ausfall man verschmerzen kann, und über mehrere Plattformen streuen. Die Grundlagen erklärt unser Wissensartikel P2P-Kredite: Grundlagen; eine Einordnung im Marktumfeld gibt die Plattform-Übersicht.

Stärken

  • Erstrangige Grundpfandrechte mit konservativem Beleihungsauslauf auf Mietimmobilien mit laufendem Cashflow
  • Monatliche Mieterträge plus Anteil an der Wertsteigerung; die realisierte Rendite (11,73 %) übertrifft bislang die erwartete (9,34 %)
  • ECSP-Lizenz der Bank von Litauen; bislang null gemeldete Ausfälle über 185 Projekte

Schwächen

  • Kurze, in keinem Immobilien- oder Zinsabschwung getestete Historie (erst seit Ende 2020)
  • Hohe Mindestanlage (500 €) und kein Auto-Invest erschweren breite Streuung
  • Kein unabhängig prüfbarer testierter Abschluss; 15 % litauische Quellensteuer und ~28 % Hotel-Klumpen im Portfolio

Risikoprofil: mittel-hoch

Geeignet als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio. Investiere nur einen Teil deines Kapitals und streue zusätzlich über mehrere Plattformen.

Updates

  • Erstbewertung nach Methodik v1.1: Note C (6,2/10). ECSP-Lizenz der Bank von Litauen, erstrangige Hypotheken mit niedrigem LTV und bislang null Ausfälle bei beworben ~ realisierter Rendite sprechen für die Plattform; begrenzend wirken die kurze, in keinem Abschwung getestete Historie, der fehlende testierte Abschluss, die hohe Mindestanlage und das fehlende Auto-Invest.

Häufige Fragen

Ist InRento seriös und reguliert?

InRento wird von der UAB Inrento betrieben und hält seit dem 10. November 2023 eine Crowdfunding-Dienstleister-Lizenz (ECSP) der Bank von Litauen (Unternehmenscode 305519977). Die Lizenz gilt EU-weit und ist im Aufsichtsregister verifizierbar; öffentliche Vorfälle oder Sanktionen sind nicht bekannt.

Wie hoch ist die Rendite bei InRento realistisch?

InRento weist eine tatsächliche Durchschnittsrendite von rund 11,7 % p. a. aus — über der erwarteten von 9,3 %. Sie speist sich aus monatlichen Mieterträgen plus einem Anteil an der Wertsteigerung beim Verkauf. Diese Werte stammen aus einem kurzen, günstigen Zeitraum und sind plattformeigen berichtet, nicht testiert.

Wie funktioniert die Buy-to-Let-Anlage bei InRento?

Anleger finanzieren gemeinsam den Kauf einer vermieteten Immobilie. Das Investment ist ein durch eine erstrangige Hypothek besichertes Darlehen an den Betreiber; ausgeschüttet werden monatliche Mieterträge und beim späteren Verkauf ein Anteil (meist 50–70 %) an der Wertsteigerung. Die Laufzeiten liegen meist bei 2–3 Jahren.

Welche Risiken hat InRento?

Das Kernrisiko ist die kurze Historie: Die Plattform ist erst seit Ende 2020 aktiv und hat noch keinen vollständigen Immobilien- oder Zinszyklus durchlaufen. Die bislang gemeldete Null-Ausfall-Quote ist beeindruckend, aber jung — und das Modell erlaubt, Projektlaufzeiten zu verlängern, statt Verzögerungen als Ausfall auszuweisen. Dazu kommen Klumpenrisiken (über die Hälfte Litauen, rund ein Viertel Hotelprojekte).

Welche Gebühren und Steuern fallen bei InRento an?

Der Primärmarkt ist gebührenfrei; beim Verkauf über den Zweitmarkt fallen 2 % auf den Nennwert an. Litauen behält 15 % Quellensteuer auf die Erträge nicht-litauischer Privatanleger ein, die in Deutschland grundsätzlich auf die Abgeltungsteuer anrechenbar ist; Firmenanleger zahlen keine Quellensteuer.